Showing posts with label Backen. Show all posts
Showing posts with label Backen. Show all posts

Monday, November 9, 2009

Birnen-Schokolade-Kuchen


Am vergangenen Samstag lud meine Freundin J. uns alle zum Brunchen in ihre wunderschöne neue Wohnung ein. J. ist die einzige meiner Freundinnen, die bereits verheiratet ist und im 7. Monat schwanger. Ich hatte sie zuletzt bei meiner Geburtstagsfeier vor etwa 1 Monat gesehen und war verblüfft, wie schnell so ein Schwangerschaftsbäuchlein wachsen kann. Aber sie überstrahlte uns alle mit diesem glücklichen und zufriedenen Ausdruck, wie ihn nur schwangere oder frisch verliebte Frauen haben können.

Es war das perfekte Samstagsprogramm. Während es draussen ungemütlich und kalt war, saß unsere kleine Frauenrunde um J's Esstisch und brunchten fröhlich für 4 Stunden vor uns hin. Meine Eltern hatten mich bei meinem letzten Besuch mit kiloweise Birnen aus dem eigenen Garten eingedeckt und so war ich froh, einen Teil davon auf meine favorisierte Art und Weise verarbeiten zu können: in Form von Kuchen.

Ich bin normalerweise kein großer Fan von Schokoladekuchen, da ich leichtere Kuchen bevorzuge, doch in diesem Fall fand ich Birne und Schokolade die perfekte Kombination. Der Kuchen ist auch nicht sehr süß, was den etwas herben Kakaogeschmack unterstützt hat, den ich so gern mag (ich liebe auch dunkle Schokolade). Wer es lieber süßer mag, sollte also vielleicht etwas mehr Zucker oder gesüßten Kakao verwenden.

Birnen-Schokolade Kuchen

1kg Birnen
100g dunkle Schokolade, in kleine Stücke gehackt
150g Butter
3 Eier
150g Zucker
1/2Pkg. Backpulver
1 EL Kakaopulver (ich habe ungesüsstes Fair Trade Kakaopulver verwendet)
300g Mehl
100g geriebene Walnüsse
125ml Milch
1 Prise Zimt & Muskat
1TL Rumaroma (evtl. echter Rum)
etwas Zitronensaft

Backrohr auf 180°C vorheizen.
Birnen schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen.
Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen.
Nach und nach die Eier dazurühren.
Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Gewürze verrühren und abwechselnd mit Milch & Rumaroma zum Teig rühren.
Nüsse und Schokosplitter unterrühren.
Die Hälfte des Teiges in eine befettete Springform füllen und mit einem Teil der Birnenstücke belegen.
Mit dem restlichen Teig zudecken und den Rest der Birnen darauflegen und etwas in den Teig hineindrücken.
Bei 180°C ca. 45 Min. backen.

Sunday, July 19, 2009

Gute-Laune-Schlechtwetter-Essen Teil I

Der gestrige Tag hate einfach nur nach im Bett bleiben und lesen geschrien. (Was ich nebenbei angemerkt auch getan habe). Der Sommer hat sich kurzzeitig verabschiedet und uns einen stürmisch, kalten und verregneten Samstag hinterlassen.

Aber mein Motto ist: es hat keinen Sinn, sich über Dinge zu ärgern, die man ohnehin nicht beeinflussen kann, wenn man sie ja genauso gut positiv sehen kann. Und so habe ich aus dem Tag zu Hause das beste gemacht, indem ich gekocht, gebacken und gegessen habe.

Ich esse eigentlich relativ selten Süßspeisen als Hauptgericht. In unserer Kantine gibt es jeden Freitag eine Süßsspeise und ein Fischgericht als Hauptspeise und meine Wahl fällt eigentlich so gut wie immer auf Letzteres. Aber in letzter Zeit überkommt mich am Wochenende gelegentlich die Lust auf Süßes und so habe ich gestern - zu meiner Tomaten-Creme-Suppe, deren Rezept noch folgt - einen Topfen-Grieß-Auflauf gemacht.

Die Rezept-Recherche im Internet gestaltete sich gar nicht so einfach und am Ende musste ich auch noch selbst leicht adaptieren, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ok, optisch meines nicht 100%ig, weil ich den Auflauf leider etwas zu lange im Backrohr gelassen habe, aber der Geschmack hat das locker wettgemacht.


Topfen-Grieß-Auflauf

Auflauf:
500g Magertopfen (Magerquark)
3 Eier
60g Grieß
120g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 Pkg. Backpulver
3 EL Milch
Saft 1/2 Zitrone
1 Prise Salz
optional: 2 EL Rosinen

Belag:
500g Äpfel
etwas Zitronensaft
1 EL brauner Zucker
1/2 TL Zimt

Backrohr auf 200°C vorheizen.
Eiklar mit 2 EL Staubzucker zu Eischnee schlagen.
Eigelb, reslticher Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft, Salz und Backpulver cremig rühren.
Grieß, Topfen und Milch hinzufügen und cremig rühren.
Zum Schluss Eischnee vorsichtig unterrühren und Rosinen hinzufügen.
Die Masse in eine befettete große Auflaufform füllen.
Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden.
In einer Schüssel mit Zitronensaft, Zimt und braunem Zucker vermischen und dann über der Topfenmasse verteilen.
Bei 200°C 20-35 Min. backen.


Friday, June 26, 2009

Keine Schokolade, aber trotzdem ein Grund aufzustehen.

Ich habe den größten Teil meiner Jugend und auch meines Erwachsenenlebens ohne Frühstück verbracht.

Das ist keine Tatsache auf die ich Stolz bin. Vor allem weil sie auf einer skurillen Annahme beruht, dass man durch das Weglassen einer ganzen Mahlzeit doch einige Kalorien einsparen kann. Und das Frühstück erschien mir dabei die leichteste Entbehrung.

Als Kind habe ich noch täglich meinen Kakao von meinem Papa an mein Bett bekommen. Meistens habe ich dann mit geschlossenen Augen nach meiner Tasse gegriffen und sie dann auf meinem Nachtkästchen abgestellt. Nach wenigen Minuten hat der Schokoladegeruch mich dann zumindest dazu gebracht, meinen Kopf leicht anzuheben und - noch immer mit geschlossenen Augen - einige Schlucke zu trinken. Wenn man so will war Schokolade in flüssiger Form jahrelang für mich die Hauptmotivation in der Früh überhaupt meine Augen zu öffnen.

Wie es dann dazu gekommen ist, dass ich bis zu Mittag mit nüchternem Magen durchhalte - ich kann es mir nicht erklären. Mittlerweile liebe ich mein Frühstück, ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass sie meine liebste Mahlzeit des Tages ist. Ich mag einfach alles, was sich potentiell als Frühstück eignet, warum sich also diese einzigartige Gelegenheit, Müsli, Ceralien & Milchprodukte zu essen, entgehen lassen?

Vor einiger Zeit habe ich mein Repertoire an "perfekten Nahrungsmitteln um den Tag zu beginnen" erweitert: um Müslistangerln. Sie sind sättigend, leicht gesüsst, aber keineswegs zu süß, sodass sie bereits in aller Früh den Insulinspiegel Achterbahn fahren lassen. Sie haben nur einen Nachteil: Sie sind für meine Begriffe fast eine Spur zu groß vor dem Hintergrund, dass mein ausgewogenes Frühstück in jedem Fall auch etwas Joghurt/(Soja-)Milch, o.ä. und etwas Obst beinhaltet. Außerdem geht der tägliche Kauf - frei nach dem Motto "auch Kleinvieh macht Mist" auch auf Dauer ins Geld.

Was liegt also näher um sich selbst in die Küche zu schwingen und zu experimentieren. Bei mir hat das alles mit einer ausgiebigen Internetrecherche und einer Bestandsaufnahme meiner Vorräte begonnen.

Und das Ergebnis ist so sensationell, dass ich es eigentlich selbst kaum glauben kann. Sogar meine Schwester, die um alles, was zu gesund ist, und alles, was Rosinen beinhaltet im Speziellen, generell einen großen Bogen macht, war begeistert.

Ich habe es übrigens in einer Kastenform gebacken, das nächste Mal möchte ich es aber in Muffinformen backen. In diesem Fall verkürzt sich alerdings auch die Backzeit.


Müsli-Bananen-Frühstücks-Brot

2 große Eier
30g Zucker
100g Vollkornmehl
100g Weizenmehl
2 Bananen
1 TL Natron
1 Prise Salz
1 Pkg Vanillezucker
100ml Milch
ca. 200g Müsli (getrocknete Früchte, Rosinen, Nüsse grob gehackt, etc.)
30g Haferflocken
20g Weizenkleie
3/4 Tasse kochendes Wasser
1 TL Zimt
1 EL braunen Zucker zum bestreuen

Haferflocken & Weizenflocken in einer Schüssel in heißem Wasser für ca 1 Std. quellen lassen.

Backrohr auf 160°C vorheizen.
Bananen pürieren und mit Milch und Eiern verrüren.
Das überflüssige Wasser der Haferflocken-Weizenkleie-Mischung abseihen und den Brei zur Bananenmischung hinzufügen.
In einer weiteren Schüssel Mehl, Soda, Salz und Zimt mischen.
Die trockenen Zutaten in die Bananenmischung einrühren. (evtl. Knethaken verwenden).
Zum Schluss Rosinen & Nüsse einrühren.
Teig in eine befettete Kastenform füllen.
Bei 160°C ca. 50 Min. backen.
Auskühlen lassen und servieren.

Schmeckt am nächsten Tag übrigens meiner Meinung nach sogar noch besser.

Sunday, June 21, 2009

Der macht alles andere als sauer

Ich erinnere mich nicht, dass es in meiner Kindheit oft Kuchen bei uns zu Hause gab. Was aber nicht heißt, dass meine Mama keine Süßspeisen für uns gemacht hat - ganz im Gegenteil.

Da gab es eine Phase, in der ich fast täglich Germknödel verlangt habe - bis ich eines Tages eine Magenverstimmung danach bekommen habe und bis heute kann ich Germknödel nicht einmal riechen ohne dass mir davon übel wird, aber das ist eine andere Geschichte. Und dann hat meine Mama noch sensationelle Aufläufe gemacht. Und meinen Milchreis habe ich sogar noch als ich studiert habe, gelegentlich als Seelennahrung genossen.

Aber Kuchen ... aus irgendeinem Grund verbinde ich meine Kuchenerinnerungen hauptsächlich mit meiner Oma - vom gelegentlichen Blechkuchen, wenn Besuch zum Kaffee gekommen ist, mal abgesehen.

Erst als ich schon in meine eigene Wohnung gezogen bin, habe ich erkannt, dass Kuchen durchaus alltagsfähig ist. Er eignet sich perfekt als Nachmittagssnack, aber auch als Frühstück oder Dessert. Und es gibt auch leichtere Varianten, die man - in Maßen genossen - auch ohne schlechtes Gewissen genießen kann.

In meiner Familie ist Kuchen allerdings mit besonderen Gelenheiten verbunden und deshalb - ganz nach dem Motto: wenn schon, dann aber richtig - darf es dann auch ein wenig deftiger sein. Was mich bei meinem Lemon-Yoghurt-Cake (Zitronen-Joghurt-Kuchen) in einen Zwiespalt gebracht hat: Einerseits liebe ich diesen Kuchen, weil er nicht nur einfach ist, sondern auch leicht, und durch die Zitrone, sommerlich, fruchtig schmeckt. Durch den Joghurt ist er auch ohne Unmengen an Fett schön saftig.

Meiner Meinung nach einfach ideal. Doch die Damen meiner Familie lieben es nun einmal cremig und da ich es nicht übers Herz bringe, zuzusehen, wie sie bei so etwas Sensiblem wie Kuchen Kompromisse eingehen müssen, habe ich auch eine Frischkäse-Zitronen-Buttercreme dazu gemacht, die äußerst gut angekommen ist. Ich persönlich finde ihn aber auch ohne perfekt.


Lemon-Yoghurt-Cake (Zitronen-Joghurt-Kuchen)
Rezpet für Kuchen & Creme von Orangette

Für den Kuchen:

80ml Pflanzenöl
250g Naturjoghurt
200g Zucker
2 große Eier
1 Pkg Vanillezucker
1 TL Rum
240g Mehl
1 Pkg Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
Saft und Schale 1 Bio-Zitrone

Backrohr auf 180 °C vorheizen.
Eine Kastenform (oder Springform mit 25cm Durchmesser) einfetten.
Joghurt & Zucker schaumig rühren.
Eier einzeln hinzufügen.
Öl, Rum, Zitronenschale & -saft hinfügen.
In einer zweiten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron & Salz vermischen.
Die Mehlmischung langsam in die Joghurt-Ei-Mischung unterrühren.
Ca. 30 Min. backen. Mit einem Stäbchen in den Teig fahren - wenn es beim Herausziehen sauber bleibt, ist der Kuchen fertig.
Auskühlen lassen und entweder pur oder zu Frischkäse-Zitronen-Buttercreme servieren.

Frischkäse-Zitronen-Buttercreme

250g Frischkäse
2 EL Butter
Saft 1/2 Zitrone
ca. 3 EL Puderzucker (am besten nach individuellem Geschmack abschmecken)

Zutaten gut miteinander vermischen und zum Kuchen servieren.

Wednesday, May 27, 2009

And ..... we're back!

Leute die mich kennen, wird diese Aussage jetzt vermutlich überraschen, aber ich muss an dieser Stelle gestehen: Die Süßigkeitenabteilung in österreichischen Supermärkten langweilen mich zu Tode. Deshalb lasse ich sie meistens gleich komplett aus.

Das hängt weder mit einem hohen Maß an Selbstbeherrschung zusammen, noch damit, dass ich generell nicht so auf Süßes stehe (jeder, der mich kennt, lacht sich bei dem Gedanken vermutlich gerade tot). Nein, das liegt einfach daran, dass das meiste Zeug, das man dort findet, uninteressant und abgedroschen auf mich wirkt.

Nachdem von der diversen Entdeckungstouren in ausländischen Supermärkten weiß, dass das ganz und gar nicht daran liegt, dass den Produktentwicklern in Lebensmittelkonzernen keine ausgefalleneren Dinge einfallen, habe ich folgende Vermutung: Der traditionelle österreichische Konsument ist, wenn es um seine süße Snacks geht, relativ einfach gestrickt und offenbar ganz und gar nicht experimentierfreudig.

Da ich aber keine Lust habe, meine Geschmacksnerven mit Dingen zu beleidigen, die mich bereits als Schulkind beim Einkaufen mit meinen Eltern nicht sonderlich umgehauen haben, bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst die Ärmel hochzukrempeln und kreativ zu werden. Ich weiß, ich weiß .... einer muss es ja tun.

Eine meiner jüngsten Entdeckungen sind diese wunderbaren Cranberry Oatmeal Cookies. Dieses Rezept eignet sich perfekt zum herumspielen mit diversen Kombinationen. Ich habe mich für Cranberrys (=Preiselbeeren) entschieden, aber im Prinzip kann man alle getrockneten Früchte verarbeiten und auch Nüsse stelle ich mir ausgezeichnet dazu vor. Auf diese Art und Weise sind die Mögllichkeiten endlos.

Obwohl Kekse natürlich niemals wirklich "gesund" sind, glaube ich doch, dass diese hier im Vergleich zu denen, die es in Supermärktem zu kaufen gibt, um einiges figurfreundlicher sind. Ich möchte das nächste Mal auch versuchen, den Zuckeranteil noch einmal zu reduzieren, da sie mir persönlich fast eine Spur zu süß waren. Die Sisterella stimmte mit mir darin allerdings nicht überein, deshalb habe ich beim hier Rezept die Zuckermenge nicht reduziert. Wer will, kann selbst ein wenig modifizieren.

Einen Großteil der Cookie-Ladung habe ich ins Büro für meine Kollegen mitgenommen, den Rest habe ich für spontane süße Gelüste eingefroren. Einfach 30-40 Sek. in der Mikrowelle auftauen und genießen!

Ach ja, noch etwas: Das Rezept ist eine Kombination aus Rezepten von diversen (englischsprachigen) Internetquellen, daher sind die Mengenangaben auch wieder in "Tassen". Ich verwende dann immer ein normales Kaffeehäferl zum Abmessen, weil ich das sowieso viel angenehmer finde, als ständig alles mit der Küchenwaage abzuwiegen. Es kommt hier ja auch nicht um 10 Gramm mehr oder weniger an.


Cranberry Oatmeal Cookies

(ca. 1 1/2 Backbleche voll Cookies - ich hab vergessen, sie zu zählen)

3 EL Butter oder Margarine
1/4 cup Kristallzucker
1/2 cup brauner Zucker
1 Ei
1 Pkg. Vanillezucker
3/4 cup Vollkornmehl
1/2 Pkg. Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
3-4 EL Wasser
1 1/2 cups Haferflocken
1/2 cup Cranberries getrocknet (oder andere gertrocknete Früchte wie Rosinen, Aprikosen, Datteln, Feigen, Pflaumen, etc. .... oder auch Schokostückchen)

1 cup = 1 Kaffeehäferl

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Butter und Zucker smit dem Mixer cremig rühren.
Ei hinzufügen und weiterrühren.
Mehl, Vanillezucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer Schüssel vermischen und dazurrühren.
Zum Schluss Haferflocken und Trockenfrüchte unterrühren.
Backblech mit Backpapier auslegen.
Mit einem Löffel kleine Häufchen Keksmasse bilden.
Etwa 10 Min. ins Backrohr.

Wednesday, March 4, 2009

Zurück im Sattel ... mit Bananenbrot

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Und das Schlimme, wenn man ein schlechtes Gewissen hat, ist, dass die Überwindung aus lauter schlechtem Gewissen noch schwerer fällt.

Deshalb gebe ich hiermit hochoffiziell zu: Liebes Internet, ich habe dich kläglich vernachlässigt. Zu meiner Entschuldigung habe ich nur anzuführen, dass ich an anderer Stelle äußerst motiviert war: nämlich wenn es um Sport geht. Vielleicht ist meine absolute Unlust zu bloggen auch damit zu erklären, dass ich die ganzen letzten 1 1/2 Wochen fast täglich um 6 Uhr aufgestanden bin um im Morgengrauen Laufen zu gehen. Ich habe darauf geachtet, was ich esse und vor allem Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Proteine zu mir genommen. Nein, ich habe mich nicht offiziell auf Diät gesetzt oder einen verspäteten Neujahrsvorsatz getroffen, dass alles ist einfach so passiert, hat fast so etwas wie eine Eigendynamik entwickelt.

Ok, vielleicht passt mein heutiges Rezept nicht ganz so in dieses Bild (Aber glaubt mir, ich habe noch eine Reihe anderer leckerer, gesunder Rezepte in der Warteschleife, die nur darauf warten gepostet zu werden. Also, nur Geduld, alles zu seiner Zeit). Aber im Grunde genommen dann doch wiederum: Denn dieses Bananenbrot ist nicht nur fettarm im Vergleich zu Kuchen, Mehlspeisen & Co., sondern es ist eigentlich auch guter Energielieferant.

Ich wollte immer schon Bananenbrot backen, da ich bereits auf etliche Rezepte im Internet gestossen bin und als meine Schwester vergangenes Wochenende meinte, sie hätte irgendwie Lust, etwas zu backen, kam mir Bananenbrot als erstes in den Sinn. Es gehörte nicht viel dazu, die Sisterella ebenfalls zu begeistern.

Wir haben für das Bananenbrot mangels Alternativen in der Vorratskammer normales Weizenmehl verwendet, ich möchte aber das nächste Mal auf jeden Fall mit Vollkornmehl ausprobieren. Solltet ihr das vor mir ausprobieren würde ich mich freuen, eure Erfahrungen zu hören.

Bananenbrot

2 Tassen Universalmehl
3/4 Tasse brauner Zucker
2 Eier
3 reife Bananen (mittelgroß)
1 TL Natron
1 Prise Salz
2 TL Zimt
1 Pkg. Vanillezucker
100ml Milch

Backrohr auf 18 °C vorheizen.

Eine Kastenform mit Butter ausstreichen.

Bananen zerdrücken. Eier und Milch hinzufügen und verrühren.
Nacheinander die restlichen Zutaten hinfügen und zu einem Brotteig rühren (Achtung: Knethakeken verwenden!).

Mischung in die Kastenform füllen.

Ca. 50 Min. backen. (Am besten mit einem Holzstäbchen in der Mitte hineinstechen, wenn es sauber bleibt, ist das Brot fertig.)

Tuesday, January 20, 2009

Bill Granger's Frühstückskuchen


Als ich vor einigen Tagen so auf Apartment Therapy herumsurfte traf ich auf einen Eintrag zu Rezepten fürs Frühstück. Ich liebe Frühstück. Mittlerweile kann ich gar nicht glauben, dass ich jahrelang während meiner Schulzeit und meines Studiums fast nie gefrühstückt habe.

Ich liebe fast alles, was sich zum Frühstücken eignet - süß oder pikant, Brot oder Müsli, Eier oder Joghurt - keine andere Mahlzeit befriedigt mich auf dieselbe Weise. Heute versuche ich daher am Abend nur noch sehr leicht oder gar nichts zu essen, dafür genieße ich das frühstück umso mehr. Ich genieße die Ruhe vor dem Sturm, wenn ich mich im Bademantel auf die Wohnzimmer-Couch kuschle - in einer Hand eine Tasse Kaffee in der anderen mein Porridge. Irgendwann vor einigen Monaten bin ich auf den Geschmack von Porridge gekommen und besonders jetzt wo es so kalt draussen ist, finde ich, in der Früh etwas Warmes zu essen umso angenehmer.


Es sind die letzten Minuten des Tages, die ich für mich ganz alleine habe. Wo es ruhig um mich ist. Wo ich meinen Gedanken freien Lauf lassen kann.

Trotzdem, oder gerade deshalb, kommt es für mich auf keinen Fall in Frage morgens einfach irgendetwas zu essen. Das muss schon durchdacht sein: die richtige Konsistenz, Temperatur, Vitamine und Ballaststoffe, aber wenig Zucker, damit mein Blutzuckerspiegel während des Vormittags nicht während eines Meetings in den Keller wandert, was normalweise gravierende Auswirkungen auf meinen allgemeinen Gemütszustand hat.


Also alles nicht so einfach.

Aber heute war ich ich experimentierfreudig. Bill Granger's Oat Pear and Raspberry Loaf hat einfach so gut ausgesehen... und mit den Früchten und Beeren auch fast irgendwie vollwertig. Deshalb werde ich ab morgen eine neue Frühstücks-Ära (oder zumindest eine vorübergehende neue Frühstücks-Phase, wir wollen die Kirche mal im Dorf lassen) einläuten.

Doch ich habe das Rezept ein wenig gepimpt: Vollkornmehl statt Universalmehl, ich habe statt nur Himbeeren eine Beerenmischung genommen und das Topping habe ich ebenfalls gestrichen, um ein paar Gramm Butter und Zucker einzusparen.


Kuchen Haferflocken, Birnen und Beeren
adaptiert von thekitchn

100 g Haferflocken
375 ml kochendes Wasser
150 g Butter
110 g brauner Zucker
50 g Kristallzucker
1 Pkg.Vanillezucker
2 Eier
185 g Vollkornmehl
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
2 Birnen, geschält und in Würfel geschnitten
120 g Beeren (frisch oder tiefgefroren)

Backrohr auf 180 °C vorheizen.
Haferflocken in eine Schüssel geben und kochendes Wasser darüber. Die Haferflocken ziehen lassen, bis die Flüssigkeit lauwarm ist und fast komplett von den Haferflocken aufgesaugt wurde.
In der Zwischenzeit Butter und Zucker cremig schlagen. Nacheinander die Eier hinzufügen.
Dann das Mehl, Salz und Backpulver unterrühren.
Die restliche Flüssigkeit von den Haferflocken abseihen und die Haferflocken zur Mischung hinzufügen.
2/3 der Masse in eine befettete Kastenform (ca.25 cm) füllen.
Mit Birnenstücken und Beeren belegen.
Zum Schluss die restliche Masse darüber verteilen.
Für 80-90 Min. im Backrohr backen.
Mit einem Holzstäbchen in den Kuchen hineinstechen und prüfen, ob Teig daran haften bleibt. Das ist mitunter nicht so leicht, weil der Kuchen generell durch die Früchte eher saftig bleibt.

Tuesday, January 6, 2009

Hesse und Kuchen

Als ich heute morgen die Augen aufmachte begrüßte mich fast so etwas wie Schnee auf den Dächern gegenüber meines Fensters. Die Entscheidung, meinen Besuch im Fitnessstudio auf den Nachmittag zu verlegen fiel daher nicht sonderlich schwer. Stattdessen wanderte ich wenige Meter weiter auf meine Wohnzimmer-Couch/Lieblingsleseplatz unter meine Kuscheldecke um Buch Nr. 4 im heurigen Jahr fertig zu lesen.

Es gibt nur wenig bessere Arten, einen Feiertag zu beginnen. Noch dazu, wenn man genau weiß, dass man draußen nichts verpasst.

Eigentlich warten auch noch einige weniger glamouröse Tätigkeiten auf mich, die ich schon seit Ewigkeiten vor mir herschiebe (Wäsche waschen, Putzen, Steuerausgleich, usw.) aber manchmal bin ich im Verdrängen ein Genie und wer kann schon direkt von Hesse zu so Alltäglichem übergehen? Eben. Was fehlte mir also noch zu meinem Glück? Ganz genau, Seelennahrung in Form von Zucker.


Genau genommen habe ich diesen Apple Pecan Pie aus meinem Gefrierfach gezaubert, doch ich kann guten Gewissens behaupten, dass er aufgetaut noch fast genauso gut geschmeckt hat, wie nachdem ich ihn frisch aus dem Backrohr geholt habe.

Die Sisterella hat ihn damals sogar zum besten Kuchen, den ich jemals gebacken habe erklärt. Und das soll etwas heißen, denn die Beste ist kulinarisch alles andere als leicht zufrieden zu stellen.

Ich habe das Rezept vor einiger Zeit irgendwo im Internet gefunden und auf meinem Notebook abgespeichert. Ich liebe die Kombination Apfel-Zimt. Auch wenn sie jetzt nicht sonderlich originell ist, verliert sie für mich nie ihren Reiz. Ich muss zugeben, dass ich davor kaum etwas mit Pekannüssen gemacht habe, was ich gar nicht verstehen kann, denn sie schmecken unglaublich gut. Für diesen Kuchen muss man sie einige Minuten im Backrohr rösten. Das hat so unglaublich gut gerochen, dass die Nüsse um ein Haar schon vorher gegessen hätte und auf den Kuchen verzichtet habe. Ich würde also, wenn Ihr irgendeine Möglichkeit habt, an Pekannüsse ranzukommen, die Nüsse auf keinen Fall durch eine andere Nussart zu ersetzen. Glaubt mir, Ihr verpasst etwas.

Das einzige, was ein wenig tricky sein könnte, ist das Karamellisieren der Äpfel. Es ist wichtig, an dieser Stelle dem Drang zu rühren zu widerstehen, da man ansonsten mit einem (harten) Karamellklumpen am Kochlöffel endet, der erstens überall ist, nur nicht auf den Äpfeln und sich zweitens dort für immer festgesetzt zu haben scheint und allen Drahtbürsten und Geschirrspülmitteln trotzt.

Die Maße sind in Cups angegeben. Ich bin immer zu faul zum Umrechnen und nehme einfach ein Kaffeehäferl zum abmessen, was bis jetzt immer wunderbar funktioniert hat. Im Gegenteil, mittlerweile bin ich sogar ein Fan von amerikanischen Rezepten, weil ich das viel angenehmer finde, als diese ewige Abwiegerei mit der Küchenwaage. Alle, die es dennoch ganz genau wissen wollen, finden hier wichtige Infos zur Umrechnung

Ich habe den Kuchen in einer kleinen Rundform (18 cm Durchmesser) gemacht, für größere Formen müssen die Mengen dementsprechend angepasst werden.

Apple Pecan Pie

¾ Cup Pekannüsse

Streusel:
¼ Cup brauner Zucker
1 TL Zimt
½ TL Butter

Apfelfüllung & Topping
¼ Cup Kristallzucker
1 Apfel geschält und in Würfel geschnitten
1 Pkg. Vanillezucker

Teigmasse
1 Cup Universalmehl
1 TL Backpulver
1 Prise Natron
1 Prise Zimt
1 Prise Salz
Ingwer
1/3 Cup Joghurt
¼ Cup Apfelmus
1/3 Cup brauner Zucker
1/3 Cup Kristallzucker
1 Ei
3 TL Butter

Backrohr auf 180°C vorheizen.
Nüsse auf einem Backblech verteilen und 10-15 Min. im Backrohr rösten.

Streusel:
Zucker, Butter und Zimt in einer Pfanne erhitzen und die Hälfte der Nüsse darin wälzen. Danach abkühlen lassen.

Apfelfüllung:
Zucker in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Achtung: nicht umrühren!. Äpfel hinzufügen und über mittlerer Hitze kochen, bis die Äpfel weich und mit Karamell überzogen sind (ca. 10 Min.). Abkühlen lassen.

Teig:
Mehl, Backpulver, Natron, Zimt, Salz und Ingwer verrühren.
In einer zweiten Schüssel Butter und Zucker cremig rühren. Danach Ei, Joghurt und Apfelmus nacheinander hinzufügen. Diese Mischung dann in die erste Schüssel mit Mehl & Co. hinzufügen und verrühren.
Die Hälfte der Apfelfüllung und den Rest der Nüsse unterrühren.
Die Masse in eine Springform füllen.

Auf die Masse zuerst eine Schicht Streusel geben, danach eine Schicht Apfelfüllung und dann noch einmal eine Schicht Streusel. Das Ganze 25-30 Minuten backen.

Entweder noch warm servieren (z.B. mit Vanilleeis) oder abkühlen lassen.

Sunday, December 7, 2008

Backinferno

Der Weihnachtsstress hat mich mit voller Wucht gepackt und ich steuere mit voller Kraft voraus auf einen X-Mas Crash zu. Und das obwohl ich zur Zeit ein verlängertes Wochenende (zu) genieße(n versuche). Von Erholung kann ich bisher nur träumen und auch der Plan, heuer endlich einmal alle Weihnachtsgeschenke rechtzeitig beisammen zu haben ist kläglich gescheitert.

Auf unerklärliche Weise ist es mir aber trotz allem gelungen, zwischen Shoppingtouren, Coffee Dates, Geburtstagsparty einer Arbeitskollegin, Van Gogh-Ausstellung, Fitnessstudio und Glühwein in rauen Mengen einige Backsessions einzuschieben. Damit ich euch nicht in den nächsten Tagen mit einem täglichen Keksrezept nerve, habe ich beschlossen, das Thema Weihnachtsbäckerei in einer Post abzuhaken.

Zu den Fotos sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich davon überzeugt bin, dass die Ergebnisse optisch ansprechender ausfallen, wenn man nicht gerade 4 Glühwein intus hat. Dann hätte man sich bei den Zimtsternen (die in meinem Fall eher Zimtpatzen wurden) vielleicht an den Trick mit der Folie erinnert und man hätte unter Umständen tatsächlich Sterne machen können.


Ich war mir zuerst nicht sicher, ob ich das Rezept überhaupt hier posten soll, da das Ergebnis optisch ein wenig zu wünschen übrig ließ, aber der Geschmack hat mich dann doch überzeugt.

Zimtsterne
basierend auf einem Rezept aus Breakfast, Lunch Tea, adaptiert

4 Eier (Eiklar)

450 g Puderzucker
320 g geriebene Mandeln
Saft von 1/2 Zitrone
geriebene Schale von 1 Zitrone
1-2 TL Zimt

Eiklar zu einem festen Schnee schlagen. Puderzucker nach und nach unterrühren bis eine dicke Creme entsteht.
Danach den Zitronensaft hinzufügen.
Etwa 200 g der Masse in einer Schüssel für später zur Seite stellen.
Zum Rest die geriebene Mandeln, die Zitronenschale und den Zimt hinzufügen und zu einer Art Teig rühren.
1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Ich habe den Teig danach auf einer bemehlten Fläche (5 mm-1 cm dick) ausgerollt. Im Nachhinein ist mir allerdings eingefallen, dass ich einmal von einem Trick gelesen habe: Wenn man unter und über den ausgerollten Zimtstern-Teig Klarsichtfolie legt, fällt das Ausstechen nacher leichter.

In einer Form Sterne ausstechen (oder andere Formen, je nach Lust und Laune) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Sterne mit der vorher zur Seite gesellten Eischnee-Zucker-Masse bestreichen.

Etwa 1 Stunde trocknen lassen.

Backrohr auf 180 °C vorheizen und die Sterne ca. 10 Minuten backen, bis die Kekse Oberseite leicht golden wird.
Abkühlen lassen und in einem luftdichten Behälter afgewaren.
Ich finde, dass die Zimtsterne erst einen Tag später die "richtige" Konsistenz bekommen haben.


Ich liebe Marzipan. Daher hat mich das folgende Rezept für Marzipankugeln, über das ich irgenwann einmal im Internet gestolpert bin und das ich dann gleich in meinem Rezeptordner gespeichert habe, sofort angesprochen. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht: Die Kugeln sind nicht zu süß und der Marzipangeschmack bleibt dennoch erhalten.

Marzipankugeln

350 g Mehl
3 Eigelb
100 g Staubzucker
200 g Marzipan Rohmasse
200 g Butter

2 Eigelb mit Butter verrühren. Marzipan, Staubzucker und Mehl hinzufügen und zu einem Teig kneten (entweder mit einer Küchenmaschine oder mit den Händen kneten).

1 Stunde kalt stellen.

3 Rollen formen und jede dieser Rollen in 15 gleich große Stücke teilen. Aus diesen dann Kugeln formen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen.

Übriggebliebenes Eigelb mit etwas Wasser verquirlen und mit einem Pinsel die Kugeln bestreichen.

Bei 170 °C ca. 15 Minuten backen.


Und last but not least .... Vanillekipferl. Ich glaube die beliebteste Weihnachtsbäckerei der Österreicher erfordert keine gesonderte Einführung.
Einfach reinbeissen und in Kindheitserinnerungen schwelgen - oder gibt es irgendein Kind, dass nicht irgendwann einmal mit Mama, Oma oder wem auch immer Vanillekipferl gebacken hat?

Vanillekipferl

300 g Mehl (eigentlich glatt, aber ich habe Universalmehl verwendet)
80 g Staubzucker
80 g geriebene Nüsse (ich habe Mandeln genommen, oft werden auch Haselnüsse verwendet)
2 Eidotter
200 g Butter
1 Pkg. Vanillezucker
eine Prise Salz

Mehl, Staubzucker, Salz und Nüsse vermischen.
Eidotter und Butter hinzufügen und zu einem Teig kneten.
1 Stunde kalt stellen.

Backrohr auf 170 °C vorheizen.

Aus dem Teig lauter kleine Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.

Bei 170 °C ca. 12-15 Minuten backen.

Vanillekipferl noch warm in einer Staubzucker-Vanillezucker-Mischung vorsichtig wälzen (oder so wie ich einfach bestäuben, dann sind sie aber nicht ganz so süß).