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Saturday, July 11, 2009

Fruchtiger Sommersalat, der Xte

In mancherlei Hinsicht bin ich ziemlich vorhersehbar - vor allem für jemanden, der sich eigentlich für ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen interessiert und viel Wert darauf legt.

Irgendwie bin ich dann doch in gewisser Weise ein Gewohnheitstier. Wenn ich etwas gefunden habe, das ich mag, dann mag ich es immer haben. Mitunter leicht abgewandelt in der ein oder anderen Form, aber trotzdem.

So geht es mir im Winter mit Suppen und im Sommer mit Salaten. Wobei ich natürlich auch im Sommer Suppen esse und im Winter Salate. Aber Suppe & Salat, das sind meine Standards. Ich kann behaupten, dass 95% meiner Mahlzeiten abgesehen vom Frühstück eines von den beiden enthält.

Aber da ich euch hier ja trotzdem irgendwie entertained halten möchte ..... here we go.

Die ich-weiß-nicht-wievielte fruchtige Sommersalatvariation. Aber trotzdem guuuuut.

Fruchtiger Sommersalat mit Joghurt-Mohn-Dressing

Salat:
1 Salatherz
1 Mango
1/2 Ananas
1 Banane
4 Marillen

Dressing:
1 EL Joghurt
Saft von 1 Zitrone
1 TL Mohn
1/2 TL Honig
1 Prise Salz

optional: geröstete, gehobelte Mandeln

Zutaten für den Salat kleuin schneiden und in eine große Salatschüssel geben.
Zutaten für das Dressing vermischen und über den Salat geben.
Gehobelte Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anrösten.

Salat auf 4 Tellern anrichten und mit Mandeln bestreuen.

Tuesday, June 23, 2009

Von Inspirationen und neuen Lieblingen

Es kommt nicht häufig vor, doch gelegentlich kommt mir ein Buch unter, in das ich komplett eintauchen möchte, und meistens auch tue. Ich lese für mein Leben gerne und viel, aber unter den vielen guten Büchern, die mir unter kommen, schaffen es trotzdem nur wenige, mich so richtig in ihren Bann zu ziehen.

Eines davon war kürzlich Molly Wizenberg's Buch "A Homemade Life". Molly's Blog Orangette ist schon seit längerem einer meiner Favoriten, aber niemals hätte ich damit gerechnet, dass ihr Buch - eine Mischung aus Kochbuch und Memoir - mich so berühren und mitreissen wird. Spätestens jetzt ist sie für mich zu einer absoluten Inspiration geworden - nicht nur was das Kochen betrifft, sondern vor allem ihre Einstellung dazu. Diese Fähigkeit, kulinarische Erlebnisse in Worte zu fassen und gleichzeitig in eine faszinierende Geschichte aus ihrem Leben einzubinden, ist eine Gabe. Ich würde alles dafür geben, eines Tages annähernd so schreiben zu können.

Bis dahin lasse ich mich aber inspirieren und mitreissen und ich möchte auch gleich ein Rezept daraus mit euch teilen.

Falls ihr euch, wie ich, bis jetzt nur begrenzt für Fenchel begeistern konntet - bitte trotzdem weiterlesen. Versprecht mir, diesem Rezept trotzdem eine Chance zu geben, mir zuliebe. Denn die Chancen stehen gut, dass es eure komplette Einstellung zu Fenchel ändern wird.

Die Kombination aus Fenchelgeschmack mit der fruchtigen chinesischen Birne und dem Parmesan ist so einzigartig, dass sie auch Fenchelgegnern eine neue Welt eröffnet.


Fenchel-Birnen-Salat
aus Molly Wizenberg's, A Homemade Life

für 2 Personen als leichte Mahlzeit oder 4 Personen als Vorspeise

1 Fenchelknolle
1 chinesische Birne (alternativ: Birne oder Apfel)
1 Stk. Parmigiano Reggiano
Olivenöl
Salz & Pfeffer
Zitronensaft

Fenchelknolle halbieren und in dünne scheiben schneiden.
Birne vierteln, Gehäuse entfernen, ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.
Auch einem Teller zuerst eine Schicht Fenchel anrichten.
Mit Salz, Pfeffer & Olivenöl beträufeln.
Als nächstes eine Schicht Birnenscheiben anrichten und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Eine Schicht Parmesan drüberreiben.
Als nächstes wieder mit einer Schicht Fenchel weitermachen. Wieder mit Olivenöl, etc. beträufelt und wie zuvor mit den weiteren Schichten weitermachen bis alles aufgebraucht ist.
Servieren & genießen.

Monday, June 8, 2009

Kohlsalat mal anders


Hatte ich euch eigentlich schon von meiner kleinen Kohl-Obsessions-Phase erzählt?

Ok, ok, ich erspare euch die Details, aber soviel sei gesagt: Ich finde, Kohl ist eine der am meisten unterschätzten und zu unrecht von vielen verschmähten Gemüsesorten. Er ist nicht nur sehr gesund, sondern eignet sich auch für unterschiedlichste Zubereitungsformen. Man kann ihn mit etwas Sojasauce im Wok anbraten, oder eben auch zu Salat verarbeiten.

Dieses Rezept habe ich vor einiger Zeit bei KathEats gefunden. Nachdem die Saucen natürlich bei uns nicht zu bekommen waren, habe ich hier selbst ein wenig herumexperimentiert und eine, wie ich glaube, gute Ersatzkombination entdeckt.

Der Salat eignet sich sehr gut als Beilage zu Fleisch (ich kann nicht genau sagen, warum, aber ich stelle ihn mir als ideale Beilage für Burger oder Gegrilltes vor) oder als leichte Mahlzeit mit Brot.

Ich habe ihn als i-Tüpfchelchen noch mit gerösteten Mandeln serviert.

Coleslaw (Kohlsalat)
adaptiert von KathEats

für 4 Personen als Beilage

1/4 Weißkohl
1 Karotte geraspelt
1 Handvoll Nüsse (z.B. Mandeln, Walnüsse, etc.)

Für das Dressing:
2 TL Mexiko Salsa
1 TL Senf
1EL Balsamico
Salz & Pfeffer

Kohl in dünne Streifen schneiden und mit Karotten und Nüssen vermischen.
Die Zutaten für das Dressing verrühren und mit dem Gemüse vermischen.
Mit Salz und Pfeffer würzen.

Thursday, June 4, 2009

Regenbogen-Sommersalat

Ich kann ehrlich behaupten, dass ich dieser Tage zumindest einmal täglich Salat esse. Und ich liebe es. Viele würden bei dieser Aussage vermutlich die Augen verdrehen, mich à la Polly Adler als "Salateinspeichlerin" abstempeln, die keien Ahnung hat, was gut ist und schon gar nicht, wie man das Leben richtig, und ohne Reue genießt.

Aber die Wahrheit ist: für mich gibt es essenstechnisch kaum eine aufregendere Spielwiese als Salate. Klar, wenn ich täglich grünen Salat mit Essig-und-Öldressing essen würde, stünde mir das vermutlich bereits nach dem ersten Tag bis zum Hals. Aber so spaziere ich im Idealfall über denn Naschmarkt und lasse mich von der überwältigenden Auswahl an saisonalen Gemüse- und Obstsorten zu neuen Kreationen inspirieren. Dabei sind keine Grenzen gesetzt.

Und jeder, der hier schon ein wenig herumgeschmöckert hat, weiß, dass ich es auch liebe, Obst in Salate zu integrieren. Angefangen hat das mit diversen Wintersalaten und seitdem kann ich mir gar nicht anderes mehr vorstellen.

Ich habe einmal gelesen, dass man, um sich nach einem Essen richtig satt und zufrieden zu fühlen, alle Geschmacksrichtungen - süß, sauer, salzig und bitter - vereinen muss. Ich habe das bei mir selbst genauer beobachtet und bin seither davon überzeugt, dass da etwas Wahres daran ist und versuche das weitestgehend auch umzusetzen.

Diese Salatvariation verkörpert für mich pure Sommerstimmung:

- heimische Erdbeeren
- reife Pfirsiche
- frischer Jungspinat,
- leicht angeröstete Walnüsse
- Mix aus diversen Blatsalaten

Für das Dressing

1 EL Zitronensaft
1 EL Lemon-Balsamico bianco
1 TL Olivenöl (alternativ: Nussöl)
1 TL Honig
Salz & Pfeffer

vermischen.

Und dazu etwas Cottage-Cheese, Ricotta oder griechischer Joghurt (besonders cremig und proteinreicher als normaler Joghurt!)

Wednesday, April 15, 2009

Back in the City

Nach einer Woche Housesitting im Haus meiner Eltern etwas außerhalb von Wien während diese im Urlaub waren, bin ich seit heute wieder zurück in der Stadt. Ich muss sagen, dass es bis jetzt leichter ist, als ich befürchtet hatte.

So sehr ich meine Wohnung liebe, und das tue ich wirklich - mit meiner kleinen, aber feinen Altbauwohnung mitten in der Stadt habe ich mir einen Traum erfüllt - so sehr genieße ich es auch mal raus aus der Stadt zu kommen. Während meiner Jugend konnte ich an nichts anderes denken, als in die Stadt zu ziehen, wo immer was los ist und man fast zu Fuß alles erreichen kann. Umso mehr überrascht es mich selbst, wie sehr ich manchmal doch die Ruhe und Natur brauche um meine innere Balance zu finden.



Am Samstag vormittag fand ich mich also, anstatt wie üblich am Naschmarkt, in einem riesigen Supermarkt am Stadtrand wieder, wo ich für die Feiertage einkaufen wollte. Ich hatte ganz vergessen, dass es durchaus auch gewisse Annehmlichkeiten mit sich bringt, alle Einkäufe in ein und demselben Geschäft zu erledigen und danach alles ins Auto, das direkt vor der Tür am Supermarktparkplatz steht, zu laden.

Und das war dann auch gewissermaßen mein Ruin. Wenn man seine Lebensmittel selbst nach Hause schleppen muss gibt es naturgemäß gewisse Grenzen. Sprich: man kann nur kaufen, was man auch tragen kann, Punkt. Wenn man allerdings ein Auto hat, das einem das abnimmt, braucht man darüber keinen Gedanken verschwenden, was in meinem Fall zur Folge hatte, dass ich mich plötzlich mit zig Kilo frischem Obst und Gemüse wiederfand.

Ich hatte Visionen: von Gemüse mit Couscous bis zu gesunden Obst-/Gemüseshakes über Salatvariationen und Frühstücksvariationen. Und ich wurde nicht enttäuscht: die letzten Tage waren bunt - auf meinen Tellern.

Eines der Highlights möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Dieser Salat entsprang einer spontanen Eingebung und dem Entschluss, Papaya trotz einer mehr als schlechten Erfahrung in der Vergangenheit, noch einmal eine Chance zu geben. Damals habe ich eine unreife Papaya erwischt, die - ähnlich wie Avocados - einfach nur grauenvoll schmeckte. Doch nachdem Papayas wahre Vitaminbomben sind, wollte ich ihnen noch einmal eine Chance geben: Und das war eine der klügsten Entscheidungen meines Lebens.

Ich möchte jetzt gar nicht anfangen, von Spinat zu schwärmen. Das würden den Rahmen hier sprengen. Nur so viel: Jedes Mal, wenn ich frischen Spinat aus dem Lande im Supermarkt entdecke, macht mein Herz einen kleinen Sprung.


Papaya-Spinat-Salat mit Mandeln

für 1 Person


1-2 Handvoll Spinatblätter
1/4 Papaya, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
20g Mandeln gehobelt

Dressing:
1 EL Balsamico
1/2 TL Honig
1 TL Olivenöl
Salz&Pfeffer

Mandeln in einer Pfanne anrösten.
Spinatblätter in kleine Stücke reissen und mit Papayastücken vermischen.
Die Zutaten des Dressings miteinander vermischen und über Spinat & Papaya giessen. Das Ganze gut durchmischen.
Zum Schluss mit Mandelsplittern garnieren.

Wednesday, April 1, 2009

Kurz und knackig


Es gibt ein Rezept, das ich schon ewig mit euch teilen wollte. Ich hab's ein wenig zurückgehalten, weil ich euch nicht zu viele Salatrezepte hintereinander zumuten wollte und außerdem ist es im Prinzip ja auch fast zu simpel für eine Rezeptseite, aber andererseits ist die Kombi so lecker und ich liebe diesen Salat einfach abgöttisch und daher teile ich ihn euch dennoch. Vor allem, da man zur Zeit unglaublich gute und günstige Birnen bekommt, zahlt es sich auf jeden Fall aus, dem Ganzen mal eine Chance zu geben.

Ich habe lange nach einer netten Geschichte gesucht, in die ich dieses Rezept einbetten könnte, aber um ehrlich zu sein, fällt mir gerade nichts Passendes ein. Ich bin hundemüde, da ich dank der Zeitumstellung bereits seit Montag ein Schlafdefizit mit mir herumtrage, weil mein Körper noch immer glaubt, er muss mitten in der Nacht zum morgentlichen Workout antreten, während ich am Abend - Müdigkeit hin oder her - nicht zu einer vernünftigen Zeit einschlafen kann.

Deshalb, kurz und knackig ...

Endiviensalat mit Birne und Walnüssen

für 1 Person

1 Endivie
1 Birne (in dünne Scheiben geschnitten)
1 Handvoll Walnüsse

Dressing:
1 EL Balsamico
1 TL Honig
1 TL Walnussöl
Salz & Pfeffer

Endivie vierteln und in kleine Stücke schneiden und mit den Birnenscheiben vermischen.
Balsamico, Honig und Walnüssöl verrühren und etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
Dressing über Endivien und Birnen gießen und vermischen.
Vor dem Servieren Walnüsse darüber streuen.

Tuesday, January 13, 2009

Backup Rezept

Ich muss mich entschuldigen: Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Rezept für Polenta Lemon Cake stehen. Am Freitag überkam mich das unbändige Bedürfnis etwas zu backen. Draussen war es unglaublich kalt, ich hatte schon Kopfschmerzen vor lauter Kälte, und das einzige, was mich aufbauen konnte war, erstens das Wochenende und zweitens der Gedanke an Tee, Kuchen & Kuscheldecke.

Mir fiel ein, dass ich irgendwann einmal auf ein Polenta-Kuchen-Rezept gestoßen war, dass meine Aufmerksamkeit erregt hatte, allerdings habe ich natürlich vergessen, dieses Rezept irgendwo zu verewigen, sodass das Internet herhalten musste. Aus etlichen Rezepten in unterschiedlichen Foren bastelte ich mir also meine eigene Kreation zusammen, die nach meinem Gefühl gut werden sollte.

Was soll ich sagen: Der Kuchen wurde nicht schlecht, aber es fehlte ihm noch das gewisse Etwas. Ich habe schon eine Vision, woran ich noch feilen muss, aber ich fürchte, ihr werdet euch noch ein wenig gedulden müssen. Aber der Ehrgeiz hat mich gepackt und ich bin überzeugt davon, dieses Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu bringen, also gebt mir noch ein wenig Zeit.

Doch seit kurzem hat mich eine andere Obsession gepackt: Chicorée. Ich glaube ich habe ihn in den unterschiedlichsten Variationen dreimal in den letzten 4 Tagen gegessen.
Auf den Geschmack von Chicorée bin ich erstmals gekommen, als ich in Paris gelebt habe. An meine erste Erfahrung damit habe ich keine allzu guten Erinnerungen, aber dann versorgte mich eine französische Arbeitskollegin mit diversen Zubereitungsideen und so entdeckte ich langsam aber sicher seine Vorzüge. Ich weiß gar nicht warum, aber nachdem ich wieder zurück war, hat sich der Chicorée wieder aus meinem Leben verabschiedet und geriet immer mehr in Vergessenheit .... bis ich vergangene Woche etwas planlos in der Obst-/Gemüseabteilung im Supermarkt gestanden bin und er wieder in mein Blickfeld geriet.

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Salaten im Winter. Im Gegensatz zur warmen Jahreszeit, wo ich eigentlich fast täglich Salat esse, zieht es mich im Winter ganz klassisch eher zu Suppen & Co. Doch das gute an Chicorée ist, dass er, richtig zubereitet, das ganze Jahr über mit den jeweiligen saisonalen Zutaten kombinierbar ist. Und ich habe in den letzten Tagen die unterschiedlichsten Kombinationen ausprobiert - mit Orangen, Walnüssen, Haselnüssen, mit und ohne Joghurt uvm.

Auf dem Foto seht ihr die Version ohne Joghurt und mit Orangen und Haselnüssen von gestern, aber ich muss sagen, dass die Version mit Joghurt und Walnüssen von heute auch ausgezeichnet war. ..




Chicorée-Salat mit Orangen und Nüssen

für 1-2 Personen

1 große oder 2 kleine Chicorée
1 Orange
1 Handvoll Nüsse (z.B. Walnüsse)
2 EL Balsamico Bianco
1 EL Walnussöl
1/2 TL Honig
Saft 1/2 Zitrone
Salz & Pfeffer

Chicorée der Länge nach zweimal schneiden und danach in kleine Stücke schneiden. Das harte Ende entfernen.
Orangen schälen und in kleine Würfel schneiden.
Balsamico, Walnussöl, Zitronensaft und Honig verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
Dressing über den Chicorée und die Orangen geben und verrühren.
Nüsse darüber streuen und servieren.

Variation:
Balsamico und Walnussöl durch ca. 150ml Joghurt ersetzen. Schmeckt ebenfalls ausgezeichnet.

Monday, January 5, 2009

Auf der Piste

Nach dem ganzen Weihnachtsstress sind F und ich in die Berge geflüchtet, nach Sölden um genau zu sein. Wir hatten das unfassbare Glück, dass Freunde meiner Eltern uns eine Woche lang kostenlos bei sich aufgenommen haben.

Unsere vergangene Woche bestand daher aus Sonne, Schnee, Schifahren, Heißer Schokolade, Glühwein, roten Wangen, interessanten Gesprächen zu Tee und Rotwein, gutem Essen und viel Spaß.

Gibt es einen besseren Weg ins neue Jahr zu starten?


Jetzt heißt es für mich einmal, mich von deftigen Mahlzeiten zu trennen, die man normalweise ausschließlich im Schiurlaub essen kann ohne davon für den Rest des Tages außer Gefecht gesetzt zu werden.

Allzu schwer ist mir das aber nicht gefallen, da wir ohnehin erst am Samstag genau nach Ladenschluss in Wien angekommen sind, sodass ich vergangenes Wochenende sogar ohne Milch auskommen musste. (Ich gehöre nicht zu den Menschen, die vorausschauend immer eine Packung Haltbarmilch zu Hause haben, da 1. meine Küche so klein ist, dass ich mir keine großartigen Vorräte anhäufen kann und mir 2. vor Haltbarmilch irgendwie graust.) So blieb mir nur mehr Sojamilch für meinen Kaffee und mein morgentliches Porridge.

Heute habe ich mich dann - eineinhalb Stunden später als geplant - gerade noch rechtzeitig aus dem Büro gestohlen um vor dem morgigen Feiertag wenigstens noch das Nötigste zu ergattern.

Darunter auch zwei Äpfel und Selleriesalat für mein heutiges Abendessen. Die Idee habe ich unserer Gastgeberin zu verdanken, die uns diesen Salat vergangene Woche zu Kässpätzle serviert hat - eine geniale Kombination.


Letztere habe ich heute natürlich weggelassen, aber auch alleine, war diese Kombination noch genauso gut, wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich liebe den fruchtigen Touch dieses Salats und gleichzeitig passt er dennoch perfekt zu einem kalten Winterabend wie heute.

Selleriesalat mit Apfel und Walnüssen

für 1 Person

1 Apfel
ca. 200 g Selleriesalat (im Glas)
1TL Zitronensaft
1/2 TL Honig
1 Handvoll Walnüsse

Selleriesalat abtropfen und Apfel mit einer Reibe zerkleinern und hinzufügen.
Zitronensaft mit Honig verrühren und mit dem Salat mischen.
Walnüsse über den Salat verstreuen.
Am besten schmeckt der Salat, wenn man ihn vor dem Servieren noch ein wenig wartet, damit sich der Geschmack richtig entfalten kann.

Tuesday, December 16, 2008

After Weihnachtsfeier Nachmittags-Imbiss

Ich weiß, ich weiß, es ist in letzter Zeit sehr ruhig hier gewesen und das obwohl ich noch nicht lange hier bin und dann schon so etwas. Als Entschuldigung sei hier aber erwähnt, dass ich in den letzten Tagen und Wochen kaum zu Geschäftsöffnungszeiten irgendwo hingekommen bin, geschweige Zeit zum Kochen hatte.

Kulinarische Highlights waren demnach ebenfalls dünn gesäht. Und das obwohl ich am Samstag zum Abendessen im Restaurant einer Luxushotelkette in Graz gelandet bin. Glaubt jetzt bitte nicht, dass ich sonderlich experimentierfreudig bei meiner Bestellung war. Man sollte meinen, mit einer Kürbiscremesuppe kann man in der Steiermark nichts falsch machen. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Nicht einmal die (sehr freundliche und ehrlich peinlich berührte) Hotelmanagerin konnte mich nach diesem Reinfall über meine Enttäuschung hinwegtrösten und mich zu einer Ersatzbestellung überreden.

So eine Weihnachtsfeier danach mit leerem Magen ist allerdings gar keine gute Idee, das könnt Ihr mir glauben. Ich werde hier keine Details ausplaudern und kürze die Sache daher ab, indem ich gleich auf den Sonntagmorgen springe, der gar nicht mehr so lustig war.

Erst am Nachmittag - nach einem 3-stündigen "Nickerchen" - fiel mir wieder ein, dass ich am Tag zuvor noch schnell vom Naschmarkt frischen Thunfisch gekauft hatte, der möglichst schnell gegessen werden musste.

Wider Erwarten* entpuppte sich mein Vogerlsalat (=Feldsalat) mit Clementinen und gebratenem Thunfisch - trotz der Umstände - als wahrer Wiederbeleber.


Salade de Mâche, Clémentines et Thon Poêlé
(Vogerlsalat mit Clementinen und gebratenem Thunfisch)
Rezept aus Chocolate & Zucchini von Clotilde Dusoulier

Für 1 Person als Hauptmahlzeit

1 Handvoll Vogerlsalat (= Feldsalat)
2 Clementinen
150g frisches Thunfischfilet
2 TL Aceto Balsamico
1 TL + 2 TL Olivenöl
Salz & Pfeffer
Mohn
(evtl. Petersilie)

Den Salat waschen und mit der Salatschleuder schleudern.
1 Clementine auspressen, die 2. Clementine schälen und teilen.
Den Saft der ausgepressten Clementine mit Aceto Balsamico, Olivenöl und Salz und Pfeffer mischen.
Thunfischfilet waschen und mit Küchenrolle vorsichtig trocken tupfen. Danach auf beiden Seiten in Mohn wälzen und den Mohn mit den Händen vorsichtig festdrücken.
Den Salat in einer Schüssel oder auf einem Teller anrichten und mit Dressing beträufeln.
2 TL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Thunfisch auf beiden Seiten je 1 Min. anbraten, sodass das Innere noch roh ist. Das Filet aus der Pfanne nehmen und sofort in kleine Stücke schneiden, auf dem Salat verteilen und servieren.

* Anm.: Nicht, dass ich jemals am Rezept selbst gezweifelt hätte, eher daran, dass es sich als Kater-Essen eignet.