Wednesday, May 27, 2009

And ..... we're back!

Leute die mich kennen, wird diese Aussage jetzt vermutlich überraschen, aber ich muss an dieser Stelle gestehen: Die Süßigkeitenabteilung in österreichischen Supermärkten langweilen mich zu Tode. Deshalb lasse ich sie meistens gleich komplett aus.

Das hängt weder mit einem hohen Maß an Selbstbeherrschung zusammen, noch damit, dass ich generell nicht so auf Süßes stehe (jeder, der mich kennt, lacht sich bei dem Gedanken vermutlich gerade tot). Nein, das liegt einfach daran, dass das meiste Zeug, das man dort findet, uninteressant und abgedroschen auf mich wirkt.

Nachdem von der diversen Entdeckungstouren in ausländischen Supermärkten weiß, dass das ganz und gar nicht daran liegt, dass den Produktentwicklern in Lebensmittelkonzernen keine ausgefalleneren Dinge einfallen, habe ich folgende Vermutung: Der traditionelle österreichische Konsument ist, wenn es um seine süße Snacks geht, relativ einfach gestrickt und offenbar ganz und gar nicht experimentierfreudig.

Da ich aber keine Lust habe, meine Geschmacksnerven mit Dingen zu beleidigen, die mich bereits als Schulkind beim Einkaufen mit meinen Eltern nicht sonderlich umgehauen haben, bleibt mir nichts anderes übrig, als selbst die Ärmel hochzukrempeln und kreativ zu werden. Ich weiß, ich weiß .... einer muss es ja tun.

Eine meiner jüngsten Entdeckungen sind diese wunderbaren Cranberry Oatmeal Cookies. Dieses Rezept eignet sich perfekt zum herumspielen mit diversen Kombinationen. Ich habe mich für Cranberrys (=Preiselbeeren) entschieden, aber im Prinzip kann man alle getrockneten Früchte verarbeiten und auch Nüsse stelle ich mir ausgezeichnet dazu vor. Auf diese Art und Weise sind die Mögllichkeiten endlos.

Obwohl Kekse natürlich niemals wirklich "gesund" sind, glaube ich doch, dass diese hier im Vergleich zu denen, die es in Supermärktem zu kaufen gibt, um einiges figurfreundlicher sind. Ich möchte das nächste Mal auch versuchen, den Zuckeranteil noch einmal zu reduzieren, da sie mir persönlich fast eine Spur zu süß waren. Die Sisterella stimmte mit mir darin allerdings nicht überein, deshalb habe ich beim hier Rezept die Zuckermenge nicht reduziert. Wer will, kann selbst ein wenig modifizieren.

Einen Großteil der Cookie-Ladung habe ich ins Büro für meine Kollegen mitgenommen, den Rest habe ich für spontane süße Gelüste eingefroren. Einfach 30-40 Sek. in der Mikrowelle auftauen und genießen!

Ach ja, noch etwas: Das Rezept ist eine Kombination aus Rezepten von diversen (englischsprachigen) Internetquellen, daher sind die Mengenangaben auch wieder in "Tassen". Ich verwende dann immer ein normales Kaffeehäferl zum Abmessen, weil ich das sowieso viel angenehmer finde, als ständig alles mit der Küchenwaage abzuwiegen. Es kommt hier ja auch nicht um 10 Gramm mehr oder weniger an.


Cranberry Oatmeal Cookies

(ca. 1 1/2 Backbleche voll Cookies - ich hab vergessen, sie zu zählen)

3 EL Butter oder Margarine
1/4 cup Kristallzucker
1/2 cup brauner Zucker
1 Ei
1 Pkg. Vanillezucker
3/4 cup Vollkornmehl
1/2 Pkg. Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Prise Salz
3-4 EL Wasser
1 1/2 cups Haferflocken
1/2 cup Cranberries getrocknet (oder andere gertrocknete Früchte wie Rosinen, Aprikosen, Datteln, Feigen, Pflaumen, etc. .... oder auch Schokostückchen)

1 cup = 1 Kaffeehäferl

Backofen auf 180 °C vorheizen.
Butter und Zucker smit dem Mixer cremig rühren.
Ei hinzufügen und weiterrühren.
Mehl, Vanillezucker, Backpulver, Zimt und Salz in einer Schüssel vermischen und dazurrühren.
Zum Schluss Haferflocken und Trockenfrüchte unterrühren.
Backblech mit Backpapier auslegen.
Mit einem Löffel kleine Häufchen Keksmasse bilden.
Etwa 10 Min. ins Backrohr.

Monday, April 27, 2009

Doch nicht zuviel des Guten


Es gibt so etwas wie "zuviel des Guten". Ok, diese Erkenntnis war mir auch schon bekannt, bevor ich nach der Arbeit nach Hause kam und einen riesigen Sack frischen Spinat in meinem Kühlschrank vorfand.

Mein Papa weiß, dass Spinat zu meinen derzeitigen Lieblingen gehört und hat bei seinem kürzlichen Abstecher zum Markt an seine hart und lange arbeitende Tochter gedacht und ihr eine "kleine" Vitaminbombe mitgebracht.

Ich liebe solche Gesten. Als Single ist man es nicht gewohnt, dass der einzige Mensch, der sich wirklich für sein leibliches Wohl und Nahrungsaufnahme kümmert, man selbst ist.
Die meiste Zeit ist das ist ok, ehrlich. Ich liebe es, nach meinem persönlichen Geschmack zu kochen und einzukaufen. Viele meiner Freunde, die mit einem Partner zusammenleben, haben die Begriffe "gesunde Ernährung", "Abwechslung" und "Exotik" schon lange aus Ihrem Wortschatz gestrichen, wenn es ums Essen geht, weil sich der Partner nach dem Prinzip "was der Bauer nicht kennt, isst er nicht" ernährt.

Trotzdem oder gerade deshalb bin ich gerührt, wenn man mir ungefragt einen Kilo Blattspinat in den Kühlschrank stellt. Das einzge Problem mit frischem Gemüse vom Markt ist allerdings, dass es in gewisser Weise wie eine tickende Zeitbombe ist. d.h. man muss kreativ sein, wenn es darum geht, es zu verwerten.

Also hab ich eine Bestandsaufnahme gemacht um mich danach auf exzessive Internetrecherche zu begeben. Nicht zu deftig sollte es sein und trotzdem wollte ich den Spinat nicht einfach kochen und pürieren. Nach gedünstetem Spinat stand es mir irgendwie auch nicht und Salat hatte ich irgendwie jeden Tag zu Mittag, weil die Kantine in letzter Zeit nichts hergab.

Aber diese Frittata. Die hörte sich einfach perfekt an.
Ich hatte in meinem Auslandssemester schon einmal Frittata gegessen - damals mit Kartoffeln - und muss sagen, dass ich damals nicht übermäßig begeistert war. Sie war nicht schlecht, aber auch nicht weltbewegend. Auf Idee, dass man da noch andere Dinge als Kartoffel verwerten kann, wäre ich daher gar nicht erst gekommen.

Und dann stieß ich irgendwann auf dieses Rezept, das schon weit mehr meinen Geschmack traf. Ich habe zwar einige Modifikationen gemacht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Ich werde das Rezept sicherlich in der Nähe behalten, da es kaum etwas gibt, was sich besser eignet, die unterschiedlichsten Gemüsesorten zu verwerten und gleichzeitig braucht man sich auch um die Proteinquelle keine sorgen machen. Und wer hätte gedacht, dass sich Frittata wunderbar im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag aufwärmen oder kalt essen lässt? Eben, ich auch nicht.

Frittata mit Spinat, Rucola und Tomaten

für 4 Personen

6 Eier
125g griechischer Joghurt (alternativ: Crème Fraîche, Schlagobers/Sahne, Sauerrahm/Schmand)
100g frischer Blattspinat
100g Rucola
8 Cherrytomaten, halbiert
30g Feta
Salz & Pfeffer
Olivenöl

Eier schaumig schlagen. Danach Joghurt und Feta unterrühren.
Spinat, Rucola und Tomaten hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.
In einer großen, beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen.
Ei-Masse einfüllen und Deckel auf die Pfanne setzen. Ca 8-10 Min.auf mittlerer Hitze stocken lassen (immer wieder leicht anheben und kontrollieren, ob sie nicht anbrennt).
Dann umdrehen (am besten einen großen Teller zur Hilfe nehmen) und auf der anderen Seite ebenfalls noch wenige Minuten stocken lassen.
Am besten noch warm servieren.

Saturday, April 18, 2009

Improvisation aus Tempeh, Gemüse & Quinoa


Zur Zeit ist mein Magen schwer angeschlagen. Seit einigen Tagen schlägt sich bei mir einiges in wahrsten Sinne auf den Magen und mich plagen regelmäßig Krämpfe und Übelkeit. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, heute einen Entlastungstag einzulegen. Der heutige Tag hat also ganz und gar meinem persönlichen Wohlbefinden gehört: Schlafen, Lesen, viel Trinken und nur ganz leicht essen, damit sich Körper und Geist wieder regenerieren können.

Ich möchte euch aber nicht meine allererste Erfahrung mit Tempeh vorenthalten. Als ich vor einigen Wochen hier auf ein Rezept mit Tempeh gestoßen bin, wurde mein Interesse geweckt. Tempeh ist eine hochwertige, cholesterinfreie Proteinquelle, die man normalerweise in der Nähe von Tofu in gut sortierten Bioläden oder beim Asiaten findet. Es sieht ein wenig wie Styropor aus und hat roh (ich hab es natürlich gleich pur gekostet) vom Geschmack her ein wenig wie Camembert, finde ich.

Als ich also vor einiger Zeit auf dem Naschmarkt fündig geworden bin, musste ich natürlich gleich zuschlagen. Daheim vorm Kühlschrank musste ich dann einmal eine Bestandsaufnahme machen, um zu sehen, wie ich meine Beute denn nun zubereiten sollte.
Ein wenig Internetrecherche und ich hatte eine ungefähre Vorstellung davon, was man mit Tempeh so alles anstellen kann.

Also improvisierte ich und kreierte so eine Art gesunden Mischmasch mit Gemüse, Tempeh und Quinoa (eine weitere meiner Lieblingszutaten). Nachdem ich diese Pfanne bereits vor Ostern einmal am Abend nach der Arbeit gemacht habe und ich nur das Post so lange vor mir hergeschoben habe, kann ich mich nicht mehr so genau an die Mengen, die ich damals verwendet habe, erinnern, aber man kann da im Prinzip nach Lust und Laune vorgehen.

Gemüsepfanne mit Tempeh, Quinoa und Mexiko Salsa

für 2-3 Portionen

ca. 500g Gemüse, in kleine Stücke geschnitten (ich habe Zucchini, Kohlsprossen, Paprika und eine Handvoll getrocknete Tomaten verwendet)
ca. 200g Tempeh, in kleine Stücke geschnitten
ca. 1 Tasse Quinoa, zubereitet lt. Anleitung
Olivenöl
Mexiko Salsa
Salz & Pfeffer

Gemüse und Tempeh leicht mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 5 Minuten in einer großen Pfanne oder im Wok in etwas Olivenöl anbraten. Quinoa hinzufügen und das ganze gut durchmischen.
Nach Belieben Mexiko Salsa dazufügen und evtl. noch nachwürzen.

Die Reste lassen sich sehr gut im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag aufwärmen.

Wednesday, April 15, 2009

Back in the City

Nach einer Woche Housesitting im Haus meiner Eltern etwas außerhalb von Wien während diese im Urlaub waren, bin ich seit heute wieder zurück in der Stadt. Ich muss sagen, dass es bis jetzt leichter ist, als ich befürchtet hatte.

So sehr ich meine Wohnung liebe, und das tue ich wirklich - mit meiner kleinen, aber feinen Altbauwohnung mitten in der Stadt habe ich mir einen Traum erfüllt - so sehr genieße ich es auch mal raus aus der Stadt zu kommen. Während meiner Jugend konnte ich an nichts anderes denken, als in die Stadt zu ziehen, wo immer was los ist und man fast zu Fuß alles erreichen kann. Umso mehr überrascht es mich selbst, wie sehr ich manchmal doch die Ruhe und Natur brauche um meine innere Balance zu finden.



Am Samstag vormittag fand ich mich also, anstatt wie üblich am Naschmarkt, in einem riesigen Supermarkt am Stadtrand wieder, wo ich für die Feiertage einkaufen wollte. Ich hatte ganz vergessen, dass es durchaus auch gewisse Annehmlichkeiten mit sich bringt, alle Einkäufe in ein und demselben Geschäft zu erledigen und danach alles ins Auto, das direkt vor der Tür am Supermarktparkplatz steht, zu laden.

Und das war dann auch gewissermaßen mein Ruin. Wenn man seine Lebensmittel selbst nach Hause schleppen muss gibt es naturgemäß gewisse Grenzen. Sprich: man kann nur kaufen, was man auch tragen kann, Punkt. Wenn man allerdings ein Auto hat, das einem das abnimmt, braucht man darüber keinen Gedanken verschwenden, was in meinem Fall zur Folge hatte, dass ich mich plötzlich mit zig Kilo frischem Obst und Gemüse wiederfand.

Ich hatte Visionen: von Gemüse mit Couscous bis zu gesunden Obst-/Gemüseshakes über Salatvariationen und Frühstücksvariationen. Und ich wurde nicht enttäuscht: die letzten Tage waren bunt - auf meinen Tellern.

Eines der Highlights möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Dieser Salat entsprang einer spontanen Eingebung und dem Entschluss, Papaya trotz einer mehr als schlechten Erfahrung in der Vergangenheit, noch einmal eine Chance zu geben. Damals habe ich eine unreife Papaya erwischt, die - ähnlich wie Avocados - einfach nur grauenvoll schmeckte. Doch nachdem Papayas wahre Vitaminbomben sind, wollte ich ihnen noch einmal eine Chance geben: Und das war eine der klügsten Entscheidungen meines Lebens.

Ich möchte jetzt gar nicht anfangen, von Spinat zu schwärmen. Das würden den Rahmen hier sprengen. Nur so viel: Jedes Mal, wenn ich frischen Spinat aus dem Lande im Supermarkt entdecke, macht mein Herz einen kleinen Sprung.


Papaya-Spinat-Salat mit Mandeln

für 1 Person


1-2 Handvoll Spinatblätter
1/4 Papaya, geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
20g Mandeln gehobelt

Dressing:
1 EL Balsamico
1/2 TL Honig
1 TL Olivenöl
Salz&Pfeffer

Mandeln in einer Pfanne anrösten.
Spinatblätter in kleine Stücke reissen und mit Papayastücken vermischen.
Die Zutaten des Dressings miteinander vermischen und über Spinat & Papaya giessen. Das Ganze gut durchmischen.
Zum Schluss mit Mandelsplittern garnieren.

Wednesday, April 1, 2009

Kurz und knackig


Es gibt ein Rezept, das ich schon ewig mit euch teilen wollte. Ich hab's ein wenig zurückgehalten, weil ich euch nicht zu viele Salatrezepte hintereinander zumuten wollte und außerdem ist es im Prinzip ja auch fast zu simpel für eine Rezeptseite, aber andererseits ist die Kombi so lecker und ich liebe diesen Salat einfach abgöttisch und daher teile ich ihn euch dennoch. Vor allem, da man zur Zeit unglaublich gute und günstige Birnen bekommt, zahlt es sich auf jeden Fall aus, dem Ganzen mal eine Chance zu geben.

Ich habe lange nach einer netten Geschichte gesucht, in die ich dieses Rezept einbetten könnte, aber um ehrlich zu sein, fällt mir gerade nichts Passendes ein. Ich bin hundemüde, da ich dank der Zeitumstellung bereits seit Montag ein Schlafdefizit mit mir herumtrage, weil mein Körper noch immer glaubt, er muss mitten in der Nacht zum morgentlichen Workout antreten, während ich am Abend - Müdigkeit hin oder her - nicht zu einer vernünftigen Zeit einschlafen kann.

Deshalb, kurz und knackig ...

Endiviensalat mit Birne und Walnüssen

für 1 Person

1 Endivie
1 Birne (in dünne Scheiben geschnitten)
1 Handvoll Walnüsse

Dressing:
1 EL Balsamico
1 TL Honig
1 TL Walnussöl
Salz & Pfeffer

Endivie vierteln und in kleine Stücke schneiden und mit den Birnenscheiben vermischen.
Balsamico, Honig und Walnüssöl verrühren und etwas Salz und Pfeffer hinzufügen.
Dressing über Endivien und Birnen gießen und vermischen.
Vor dem Servieren Walnüsse darüber streuen.

Saturday, March 28, 2009

Mit einer Prise Italien in den Frühling

Heute bin ich um 6:38 h aufgewacht. Fragt nicht ...

Komplett planlos mit der ganzen Zeit, die ich plötzlich an der Hand hatte, bevor der Samstag "richtig" anfängt, beschloss ich erst einmal, mich noch einmal in meine Bettdecke zu kuscheln und griff zum Buch, dass neben meinem Bett lag. Normalerweise würde ich jetzt emsig mit Listenschreiben beginnen - man hat ja schließlich nur einen Samstag pro Woche, an dem man den ganzen Tag für diverse Besorgungen, Shopping, Kochen, Sport, Erholung und Freunde treffen zur Verfügung hat. Ich muss wohl nicht sagen, dass Samstage bei mir normalerweise nicht sehr viel mit "Entspannung" im eigentlichen Sinn zu tun haben. Wenn ich mich nicht gerade von einem Kater vom Freitag erhole und außer Gefecht bin, ist das Programm bei mir minutiös durchgetaktet. Bei näherer Betrachtung war es also gar nicht so schlecht, mal ein paar Stunden mehr zur Verfügung zu haben.

Ein Blick aus dem Fenster vertrieb dann jegliche verbliebene negative Gedanken ob der frühen Stunde, denn das erste Mal seit .... ich kann mich gar nicht mehr erinnern wann ... wurde ich von Sonnenstrahlen begrüßt. Vor lauter Aufregung wollte ich gleich meine Laufschuhe schnüren, aber dann überkam mich plötzlich die Lust auf Schwimmen. Also warf ich mich in Badeklamotten, darüber bequeme Klamotten und machte mich auf den Weg ins Fitnessstudio.

Als der Rest der Welt vermutlich gerade mal beim Frühstück saß, war ich bereits frisch geduscht und mit roten Wangen auf dem Heimweg vom Schwimmen und konnte, als ich unterwegs noch schnell in den Supermarkt abzweigte, noch aus der kompletten Auswahl an Obst und Gemüse die schönsten Teile herausfischen. Zum Beispiel Auberginen und Tomaten, um endlich einmal ein Rezept aus diesem Buch auszuprobieren, dass schon ewig auf der "unbedingt probieren"-Liste steht: Caponata (Sizilianischer Aubergineneintopf).

Ich habe das Rezept einigermaßen abgewandelt und vor allem die angegebene Menge Olivenöl erheblich reduziert und auch den angegebenen Kräuteressig und Kapern (hatte ich beides nicht zu Hause) und die Mandeln weggelassen. Die Mengen reichen normalerweise sicherlich für 2 Personen als Vorspeise oder Beilage, aber ich war schon so ausgehungert, dass ich alles alleine gegessen habe. Damit das Ganze als Hauptgang auch optisch mehr hergibt (unter anderem) habe ich vor dem Servieren außerdem noch Feta darübergestreut.

Caponata
(Aubergineneintopf aus Sizilien)
adaptiert von Jamie Oliver, Genial italienisch

für 1-2 Personen

1 Aubergine (Melanzani)
2 Tomaten, grob gehackt
25g schwarze Oliven
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Oregano
Petersilie
Salz & Pfeffer

nach Belieben: Mandeln gehobelt, Kapern, Feta & Brot

Auberginen in kleine Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Auberginen hineingeben. Mit Salz und Oregano würzen und durchmischen. Bei starker Hitze 4-5 Minuten braten und immer wieder durchmischen. Sobald di Stücke eibe goldgelbe Farbe angenommen haben, Zwiebel, Knoblauch und Petersilie hinzufügen und noch einige Minuten weitergaren. Oliven (evtl. vorher geschnitten) und nach Belieben einige Kapern hinzufügen. Danach die in kleine Stücke geschnittenen Tomaten hinzufügen und noch einige Minuten köcheln lassen. Vor dem Servieren mit Pfeffer und nach Geschmack noch mehr Salz würzen.
Nach belieben: Feta zerbröseln und darüberstreuen, evtl. auch geröstete, gehobelte Mandeln (letzteres habe ich weggelassen).

Sunday, March 22, 2009

Quinoa ... gesund und sooo gut

Was soll ich sagen: Meine Fastenzeit-Pläne wurden dann doch durch einige "gesellschaftliche Verpflichtungen" wie Sponsionsparties, Geburtstage, Geschäftsessen und dergleichen durchkreuzt (mein Leben ist zu hart und ungerecht, ich weiß), was dazu geführt hat, dass ich in den letzten 2 Wochen zwar außgezeichnet gegessen habe, aber leider nicht unbedingt so leicht und gesund wie ich gerne gewollt hätte. Glücklicherweise habe ich aber mein Sportprogramm nicht vernachlässigt, weshalb sich wenigstens die Auswirkungen auf der Waage in Grenzen halten.

Aber heute bin ich wieder einmal zum selbst Kochen gekommen und ich konnte endlich wieder einen Ausgleich zu den Schlemmereien der letzten Tagen einlegen. Und weil ich in den letzten Tagen ohnehin sehr nachlässig war und da so eine Tasse Quinoa glücklicherweise sehr vielseitig einsetzbar ist, gibt es heute gleich zwei neue Rezepte.

Es gibt dazu eigentlich kaum etwas zu sagen außer: Es ist einfach, die Rezepte lassen sich nach Lust und Laune nach persönlichem Geschmack adaptieren und es ist gesund (ich habe gelesen, dass Quinoa eine ideale Proteinquelle ist), aber trotzdem lecker.

Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Man bereitet eine Tasse Quinoa wie beschrieben zu und kombiniert sie dann ganz nach Lust und Laune.

Mein heutiges Mittagessen nach einem 50-minütigen Lauf in Schönbrunn:


Quinoa mit Brokkoli und Zucchini

für 1 Person

1/2 Tasse Quinoa gekocht
eine Hand voll Brokkoli
ca. 150g Zucchini in kleine Würfel geschnitten
optional 1/2 Hand voll Rosinen
Salz, Pfeffer, Muskat
Olivenöl

Brokkoliröschen in kochendem Salzwasser 4 Min. blanchieren.
Zucchini salzen und pfeffern und in etwas Olivenöl anbraten.
Brokkoli hinzufügen und kurz durchrühren.
Gekochten Quinoa und Rosinen hinzufügen und das ganze gut durchmischen und nach Geschmack würzen.

Und weil es so gut war habe ich die zweite Hälfte des Quinoa für ein süßes Abendessen weiterverwertet.



Quinoa mit Apfel und Kiwi

für 1 Person

1/2 Tasse Quinoa gekocht
1 Apfel
1 Kiwi
1/2 Handvoll Rosinen
1 TL Honig
1/2 TL Zimt
3 EL Orangensaft

Quinoa und Orangensaft verrühren und in einem Topf oder einer Pfanne wärmen.
Rosinen und Honig hinzufügen.
Apfel und Kiwi in kleine Wüfel schneiden und zum Schluss hinzufügen, kurz verrühren und anrichten. Vor dem Servieren mit Zimt bestreuen.